Einen Strohhut reinigen und richtig aufbewahren

Landschaftsillustration

Ein Strohhut ist im Sommer ein treuer Begleiter, wird aber oft achtlos behandelt, sobald die warme Jahreszeit vorbei ist. Das natürliche Material reagiert empfindlich auf Druck und Feuchtigkeit, weshalb falsche Aufbewahrung schnell dazu führen kann, dass die Krempe ihre gleichmäßige Form verliert.

Staub und lockerer Schmutz lassen sich meist mit einer weichen Bürste entfernen, die vorsichtig in Richtung des Flechtmusters geführt wird. Grobe Bewegungen gegen die natürliche Struktur können einzelne Strohfasern brechen oder aufrauen, was die Oberfläche auf Dauer unschön wirken lässt.

Feuchtigkeit ist der größte Feind

Gerät der Hut in Kontakt mit Regen oder Schweiß, sollte er an der Luft trocknen, niemals in direkter Sonne oder in der Nähe einer Heizquelle. Schnelle Hitze lässt das Material spröde werden, während zu langsames Trocknen wiederum unangenehme Gerüche begünstigen kann.

Kleinere Verformungen der Krempe lassen sich oft vorsichtig über Wasserdampf wieder in Form bringen, indem der Hut kurz über kochendes Wasser gehalten und anschließend von Hand in die richtige Form gedrückt wird, ohne dabei zu viel Druck auszuüben.

Für die Aufbewahrung außerhalb der Saison eignet sich am besten eine stabile Hutschachtel, in der der Hut weder gequetscht noch beschwert wird. Wird kein passender Karton griffbereit, kann der Hut auch kopfüber aufgehängt werden, solange nichts auf der Krempe aufliegt.

Ein trockener, gleichmäßig temperierter Ort ist für die Lagerung deutlich besser geeignet als ein feuchter Keller oder ein heißer Dachboden. So übersteht der Strohhut den Winter unbeschadet und ist im nächsten Sommer sofort wieder einsatzbereit, ohne vorher aufwendig in Form gebracht werden zu müssen.

Ein dünnes Tuch, locker um den Hut gelegt, schützt während der Lagerung zusätzlich vor Staub, ohne das Material einzuengen. So bleibt der Hut über die Wintermonate hinweg sauber und muss vor dem ersten Tragen im neuen Sommer nicht erst aufwendig gereinigt und neu in Form gebracht werden.

Wer mehrere Strohhüte für unterschiedliche Anlässe besitzt, sollte jedem Exemplar dieselbe Sorgfalt zukommen lassen, auch wenn es nur selten getragen wird. So sind alle Hüte gleichermaßen bereit, sobald die Sonne im nächsten Frühling wieder kräftiger scheint und der erste Ausflug ins Freie ansteht.